Haidpark Fröttmaning

1995 beauftragte die Bayerische Landessiedlung Glock Liphart Probst & Partner mit der Realisierung eines circa zehn Hektar großen Wohnprojektes. Bauort: Die unter Naturschutz stehende und in der Nähe eines U-Bahnhofs gelegene Fröttmaninger Heide.

Vor allem die Spitzen von Politik und Verwaltung in der Landeshauptstadt München unterstützten dieses Projekt, das ohne ihr Vertrauen in die Grundidee keine Chance auf Verwirklichung gehabt hätte. Der Vorteil, den die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner aus der Lage direkt neben der U-Bahnstation Fröttmaning ziehen würden, wurde sofort erkannt: eine unmittelbare und schnelle Verbindung zum Stadtzentrum und Klinikum Großhadern, zur Ludwig-Maximilians-Universität und Technischen Universität sowie zu den Einrichtungen der TUM in Garching.

Zusammen mit dem Mandanten entwickelte Glock Liphart Probst & Partner das Konzept, eine Siedlung unter besonderer Berücksichtigung sozialer und ökologischer Aspekte zu bauen. In diesem Prozess wurde die Kanzlei von vielen Stadträten und führenden Persönlichkeiten des Planungsreferats unterstützt.

Die vielfältigen Schwierigkeiten einer solchen Zielsetzung im Blick, überzeugte Glock Liphart Probst & Partner mit der Idee, vier renommierte Büros für Architektur und Freiraumplanung zu beauftragen: Hilmer & Sattler, Steidle & Partner, Thomas Herzog & Partner sowie das Büro für Landschaftsarchitektur von Professor Latz & Partner in Freising.

Gemeinsam gelang es, durch intensive Abstimmungsprozesse mit Stadtpolitik und -verwaltung sowie durch stadtentwicklungspolitische und juristische Feinarbeit die planungsrechtlichen Grundlagen (Änderung Flächennutzungsplan, Aufstellung eines Bebauungsplans) für ein Wohnprojekt zu schaffen, bei dem die Hälfte aller Baumaßnahmen für Bürger mit niedrigem Einkommen und für Studenten bereitgestellt wird. Damit erfüllt das Bauprojekt eine deutlich höhere Sozialquote als bei der sogenannten sozialgerechten Bodennutzung in München üblich ist.

Bis zum Projektabschluss werden auf dem zehn Hektar großen Gebiet am Stadtrand rund 550 Wohnungen entstehen. Diese werden sich in die lange Tradition des hochqualitativen Münchener Siedlungsbaus sowie in eine den Menschen gewidmete Sozialstruktur ideal einfügen.

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