Riegerblock am Isartorplatz

Ende der 80er Jahre wurde in prominenter Lage gegenüber dem Münchener Isartor, zwischen Isartorplatz, Frauenstraße, Baderstraße und Rumfordstraße, der sog. „Riegerblock“, ein Gebäudekomplex für Einzelhandel (insbesondere für die Firma Rieger Pelze), für ein Großkino (MAXX-Kino) mit Gastronomie, mit mehreren kleineren Läden und Büroräumen sowie mit vier Wohnblöcken genehmigt und errichtet. Die negative wirtschaftliche Entwicklung des Pelzhandels hat schließlich schon vor Jahren zu einer Geschäftsaufgabe der Firma Rieger Pelze geführt. Seit geraumer Zeit stand deshalb ein großer Teil des Gebäudekomplexes leer, mit negativen Folgen für das Gesamtareal und die im Riegerblock noch verbliebenen Mieter.

Im Jahr 2006 wurde das Gesamtgrundstück mit einer Grundstücksgröße von über 8.000 m² an eine Fondsgesellschaft veräußert, die sich mit ihrer Tochtergesellschaft URBIS No. 57 Isartor GmbH den Umbau und die Sanierung des Areals zum Ziel gesetzt hat. Kernpunkt war der Umbau der ehemaligen Geschäftsräume der Firma Rieger Pelze zur Vermietung an das Hamburger Outdoor-Fachgeschäft „Globetrotter“. Nach einer komplexen Planungs- und Bauphase erfolgte die Eröffnung der ersten Globetrotter-Filiale im süddeutschen Raum am 4. März 2011. Parallel wurden auch die Gastronomieflächen des benachbarten MAXX-Kinos umgebaut und komplett erneuert, sowie die im Areal befindlichen Wohngebäude nach erfolgter Realteilung weiterveräußert.

Die Kanzlei betreute die Grundstückseigentümerin während der gesamten Planungs- und Umbauphase. Dabei warfen nicht nur die architektonischen Besonderheiten der ehemaligen Geschäftsräume der Firma Rieger Pelze mit ihren insgesamt 27 Verkaufsebenen schwierige rechtliche und technische Fragestellungen auf, sondern auch die prominente Lage des Objekts am Isartorplatz, die Sicherung der Passagenflächen für die Öffentlichkeit, die Gestaltung der Fassade und die von Stadt und Eigentümer erwünschte Aufwertung der Achse zwischen dem Isartor und dem Deutschen Museum. Eine besondere Aufgabenstellung für die Kanzlei betraf zudem die Realteilung des vormals als ein Buchgrundstück eingetragenen Gesamtareals in ein Gewerbegrundstück und zwei separate Grundstück mit Wohnnutzungen. Insbesondere wegen der gemeinsam zu nutzenden Tiefgarage und der wechselseitigen Erschließungsabhängigkeiten waren in einem aufwändigen Genehmigungsverfahren für die Realteilung auch komplexe Kaufvertragsgestaltungen mit wechselseitigen Grunddienstbarkeiten zu erarbeiten.

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